„Dann geh‘ doch dahin, wo der Pfeffer wächst!“

„Dann geh‘ doch dahin, wo der Pfeffer wächst!“ Damit möchte man jemanden am liebsten möglichst weit weg von sich wissen, um ihm nie wieder zu begegnen.

Die Franzosen beherrschten zum Beispiel die Kolonie „Französisch- Guyana“ im Norden Südamerikas und unterhielten dort eine Strafkolonie für die besonders ’schweren Jungens‘. Entsprechend rauh und hart war der Strafvollzug und wünschte man jemanden dorthin, wo der Pfeffer wächst, dann wähnte man ihn am liebsten in solch einem Straflager. Die Hauptstadt von Französisch- Guyana ist übrigens Cayenne. Hier liegt der Bezug zum Pfeffer schon im Namen. Neben Guyana zählen Madagaskar, Teile von Afrika, Vietnam, Teile von Indien und Ostasien sowie weitere Gebiete in den Tropen und rings um den Äquator zu den Vegetationszonen, in denen Pfeffersträucher besonders gut gedeihen.

Wir kennen in der Hauptsache den grünen ( unbehandelten, frischen) Pfeffer, der meist in eine Lake eingelegt im Handel erhältlich ist. Durch Trocknung färbt sich der vormals grüne Pfeffer schwarz. Außerdem gibt es noch den weißen Pfeffer. Das sind schwarze Pfefferbeeren, die durch längeres Einweichen von der äußeren Schale befreit werden und daher die weiße Farbe annehmen. Die roten und rosa Pfefferbeeren entstammen einer anderen Sorte und sind etwas seltener. Allen Pfeffersorten gemein ist, das sie zu den teuren Gewürzen zählen. Im Mittelalter wurden ihretwegen Handelsstraßen gebaut, Kriege geführt und das Gewicht in Gold aufgewogen. Händler, deren Reichtum auf den Vertrieb von Pfeffer zurück zu führen war, bekamen den Spitznamen ‚Pfeffersäcke‘.


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